Was uns anvertraut wurde
Meine Antwort
Ich durfte von meinen Eltern ein wertvolles Erbe übernehmen. Dafür empfinde ich grosse Dankbarkeit.
Mit den Jahren wurde mir bewusst, dass ich dieses Erbe nie als blossen Besitz betrachtet habe. Ich empfinde es vielmehr als etwas, das mir anvertraut wurde.
Für eine gewisse Zeit darf ich Verantwortung dafür übernehmen. Ich darf sorgfältig damit umgehen, es weiterentwickeln und entscheiden, was daraus entstehen soll. Und eines Tages werde auch ich es wieder weitergeben.
Gerade dieser Gedanke hat mein Leben verändert. Ich fragte mich immer häufiger: Welchen Sinn soll das haben, was mir anvertraut wurde? Soll ich es einfach bewahren? Oder darf daraus schon heute etwas entstehen, das über mein eigenes Leben hinaus wirkt?
Für mich war die Antwort klar. Deshalb habe ich 2024 die Franziska Schären Stiftung gegründet. Nicht, weil ich auf etwas verzichten wollte. Sondern weil ich zutiefst davon überzeugt bin, dass das, was uns anvertraut wurde, seinen grössten Wert erst dann entfaltet, wenn daraus etwas entsteht, das anderen zugutekommt.
Ich glaube nicht, dass der Wert eines Vermögens darin liegt, wie viel wir besitzen. Ich glaube, sein wahrer Wert zeigt sich darin, was wir damit möglich machen.
Vielleicht stellst auch du dir diese Frage. Ich kann dir darauf keine Antwort geben. Jeder Mensch muss sie für sich selbst finden. Ich habe meine gefunden. Sie besteht darin, Verantwortung weiterzugeben.
Vielleicht nimmst du dir einen Moment Zeit, darüber nachzudenken, welche Antwort du für dich gefunden hast.
