Dieser Kater trägt den Namen Seppi. Sein Weg zurück zum freien Atmen.
Bericht des Tierschutzvereins Toggenburg
Wir haben im Tierschutzverein Toggenburg einen weiteren medizinischen Patienten.
Es handelt sich um einen Scottish-Fold-Kater. Er wurde in unserem Zuständigkeitsgebiet in desolatem Zustand gefunden: verschnupft, unkastriert, abgemagert, mit entzündeten Augen und einem ausländischen, nicht registrierten Chip. Wir gehen davon aus, dass der Kater ausgesetzt wurde; er ist bereits seit sechs Wochen bei uns, und kein Besitzer ist auffindbar.
Inzwischen wurde der Kater kastriert, gegen Schnupfen behandelt und geröntgt, da es sich um eine Qualzucht handelt. Bis jetzt hat er keine Probleme mit OCD. Jedoch hat der Kater eine brachycephale Nase und kann nur ganz schlecht atmen. In Absprache mit der Tierklinik Marigin wird eine Operation der Nasenflügel nötig, damit der Kater ein tierschutzkonformes Leben mit Atmung durch die Nase führen kann.
Wäre es möglich, dass uns Ihre Stiftung bei diesem weiteren traurigen Fall unterstützen kann?
Tamara Rubitschon, Tierschutzverein Toggenburg · 28. Juli 2026
Für seine Behandlung stellte der Tierschutzverein Toggenburg bei der Franziska Schären Stiftung ein Gesuch um finanzielle Unterstützung. Die Stiftung übernimmt sämtliche Operations- und Behandlungskosten.
- Gefunden und aufgenommen
- Kastriert und medizinisch versorgt
- Operation der Nase
Leben
Der Atem
Ein Atemzug.
Dann noch einer.
Und noch einer.
Das ist fast nichts.
Und trotzdem geschieht in diesem Augenblick das Leben.
Wir schenken ihm kaum einen Gedanken.
Er begleitet uns vom ersten Augenblick unseres Lebens an.
Und verlässt uns erst mit dem letzten.
Wir Menschen wissen, wie kostbar freies Atmen ist.
Wir wissen, wie es sich anfühlt, wenn der Atem schwer wird.
Ein Tier weiss das nicht.
Es lebt einfach mit dem, was ist.
Es kennt nur diesen Atemzug.
Und den nächsten.
Und den nächsten.
Was geschieht, wenn der Atem nicht mehr frei fliessen kann?
Das Leben wird eingeschränkt.
Was selbstverständlich war, wird nicht mehr selbstverständlich.
Bewegung wird schwerer.
Die eigene Welt kann nicht mehr frei erfahren werden.
Leben lassen
Die eigene Welt
Nicht nur das, was sichtbar ist.
Sondern auch das, was unsichtbar bleibt.
Was heisst das für eine Katze?
Eine Katze entdeckt.
Sie spielt.
Sie jagt.
Sie ruht.
Sie lebt in ihrer eigenen Welt.
Sie ist Katze.
Was geschieht, wenn dieses Leben aus dem Gleichgewicht gerät?
Wenn es Hilfe braucht.
Dann braucht es jemanden,
der hinschaut.
Der wahrnimmt.
Der antwortet.
Damit eine Katze wieder Katze sein kann.
Franziska Schären Stiftung